Wie gehe ich meinen eigenen Social Media Auftritt an?

Wie gehe ich meinen eigenen Social Media Auftritt an?

Als Unternehmer oder Marketingverantwortlicher hat man oft schon viel von den sozialen Medien gehört und nutzt sie vielleicht auch privat. Häufig herrscht jedoch Unsicherheit darüber, wie sie im Unternehmenskontext sinnvoll eingesetzt werden können. Unternehmer befürchten die Verschwendung von Ressourcen oder gar unkontrollierbare negative Äußerungen auf den eigenen Social Media Plattformen.

Vorab muss man als Entscheider wissen, dass Social Media Marketing keine kurzfristigen Erfolge erzielen wird. Social Media Marketing ist auf die langfristige Pflege von Beziehungen, Schaffung von Vertrauen in die angebotenen Produkte und Dienstleistungen und Erhöhung der Auffindbarkeit im Netz angelegt.

Trotzdem ist es unverzichtbar, die sozialen Medien zumindest passiv zu nutzen. Wie Sie das ganz konkret angehen können, möchte ich Ihnen in diesem Blogbeitrag aufzeigen.

 

Recherchieren Sie

Bevor Sie tiefer in die Materie einsteigen, sollten Sie sich einen Überblick über sämtliche Kanäle verschaffen. Schauen Sie sich die Kanäle, die für Sie in Frage kommen, genau an. Wichtig ist, dass Sie, wenn Sie sich für die aktive Nutzung der sozialen Medien entscheiden, die Kanäle bespielen, auf der sich auch Ihre Zielgruppe aufhält.

Sie finden heraus, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält, indem Sie sich die Social Media Kanäle Ihrer Konkurrenten ansehen und auf speziellen Social Media Suchmaschinen wie beispielsweise Socialmention.com, aber auch einfach auf Google Schlagwörter zu ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und Ihrer Branche suchen. So finden Sie heraus, was die Themen sind, die zu Ihrem Unternehmen aktuell auf Social Media Plattformen besprochen werden.

Und Sie finden auch heraus, ob bereits konkret über Ihr Unternehmen gesprochen wird und wenn ja, in welcher Art und Weise. Dies ist besonders wichtig und sollte für alle Unternehmen zum Pflichtprogramm gehören. Entgegen der landläufigen Meinung ist es für ein Unternehmen nicht möglich, nicht an Social Media teilnehmen. Social Media wird auch ohne Sie stattfinden. Wenn Ihre Leistung als Unternehmen auf einem der zahlreichen Bewertungsplattformen genannt wird und Ihre Kunden dazu ihre Meinung abgeben, sollten Sie als Unternehmer zumindest darüber bescheid wissen, um entsprechend reagieren zu können.

 

Beobachten Sie

Haben Sie die Kanäle ausfindig gemacht, auf denen sich Ihre Zielgruppe aufhält und die Themen Ihrer Branche diskutiert werden, beobachten Sie diese Kanäle. Was posten Ihre Mitbewerber, wie sind die Reaktionen der Nutzer darauf? So behalten Sie nicht nur den Überblick, was in Ihrer Branche derzeit so läuft, sondern bekommen auch gleich Anregungen für Ihre eigenen Inhalte.

 

Planen Sie Ihre personellen Ressourcen

Jetzt müssen Sie sich entscheiden, ob sie die sozialen Medien aktiv nutzen möchten oder ob derzeit eher die Zeichen auf die passive Nutzung durch Beobachtung und Informationsgewinnung stehen. Sollten Sie sich für die aktive Nutzung entscheiden (beachten Sie hierzu auch den Artikel „Social Media – Dabei sein ist alles?“), sollten Sie Personal haben, dass genug Zeit hat, Kanäle aktiv zu betreuen und auch persönlich für die Social Media Arbeit geeignet ist. Sie sollen sich Fragen, ob der oder die zukünftige Verantwortliche in der Lage ist, zielgruppenrelevante Themen zu identifizieren und entsprechend der jeweiligen Kanäle aufzuarbeiten.

 

Konzentrieren Sie sich zunächst auf einen Kanal

Wenn Sie sich für die aktive Nutzung der sozialen Medien entschieden haben, starten Sie zunächst auf nur einem Kanal. Sie sollten vermeiden, Profile auf allen für Sie interessanten Kanälen zu eröffnen, denn Sie werden feststellen, dass es am Anfang schwierig sein kann, die Kanäle kontinuierlich mit interessanten Inhalten zu befüllen. Was Sie unbedingt vermeiden sollten, ist das Brachliegen von Kanälen. Die macht einen eher unprofessionellen Eindruck, auch abhängig von den Medien. Bei Blogs sind eher größere Abstände der einzelnen Beiträge weitgehend akzeptiert, bei Facebook fallen Lücken in der Bespielung aufgrund des neuen Timeline-Formats sofort ins Auge und Twitter als sehr schnelles Medium benötigt tendenziell die meiste Aufmerksamkeit.

Wenn Sie den Kanal eröffnen, stellen Sie sicher, dass er als werblich genutzter Kanal zu erkennen ist. Vor allem bei Facebook ist es wichtig, dass Sie die Unternehmensseite und nicht das persönliche Profil zur Darstellung Ihres Unternehmens nutzen. Achten Sie auch darauf, dass Sie ein Impressum auf Ihrem Kanal einbinden oder geeignet verlinken.

Wenn Sie Ihren eigenen Kanal eröffnet haben, fangen Sie an, ihn kontinuierlich mit für Ihre Zielgruppe interessanten Inhalten zu füllen. Machen Sie den Kanal per Mund-zu-Mund-Propaganda im Freundes- und Bekanntenkreis bekannt. Wenn Sie erstmal einen Grundstock an Fans und Lesern haben und Ihre Inhalte wirklich einen Mehrwert bringen, wird sich Ihr Bekanntheitsgrad erweitern. Nutzen Sie die Analysefunktionen der Plattformen, um die Beiträge zu identifizieren, die am Besten bei Ihren Nutzern ankommen. Und vor allem: Interagieren Sie mit Ihren Nutzern. Wenn Sie den direkten Kontakt zu bestehenden und potentiellen Kunden pflegen und innerhalb Ihrer Nutzergemeinde positive Reaktionen hervorrufen, werden Sie viel Freude am Betreiben von Social Media Marketing haben.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Julia Schultz

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